Sei gegrüßt, Reisender!
Nach vielen Jahren gibt es eine Erweiterung meines bisherigen Tabletop-Dungeons. Da ein Perspektivwechsel so manch neue Erfahrung bringt, habe ich eine weitere Ebene für den Dungeon gebaut.
Meinen ursprünglichen Tabletop-Dungeon habe ich vor einigen Jahren nach den (leider inzwischen gelöschten) Tutorials des Youtubers Nerdanien gebaut. Die einzelnen Tiles und Wände sind dabei immer in 3-cm-Schritten dimensioniert: Das Standardtile misst 9×9 cm, die Standardmauer 9×3 cm. Zusätzlich gibt es weitere Tiles in verschiedenen Größen (9×3, 9×6, 6×6 und 6×3 cm) sowie die passenden Wände. Die Eckpfosten sind 3×3 cm groß, sodass die Wände immer bündig anliegen.

In letzter Zeit spiele ich wieder häufiger „he Elder Scrolls – Call to Arms im sogenannten „Delve-Mod“. Dadurch kommt mein Dungeon erneut regelmäßig zum Einsatz. Auch wenn mir das Grundsystem nach wie vor gefällt, fehlte es mir manchmal an Abwechslung. Was also tun?
Was immer für mehr Dynamik sorgt (wie z.B. auch bei Frostgrave), sind mehrere Höhenebenen. Daher kam mir schnell die Idee, den Dungeon um eine zweite, höherliegende Ebene zu erweitern.
Die Anforderungen waren klar: Die neuen Tiles sollten zum bestehenden System passen, hoch genug sein, um Sichtlinien zu unterbrechen, und natürlich auch optisch etwas hermachen.
Während die „alten“ Tiles lediglich geprägt sind, wollte ich die Plateaus optisch aufwerten: Die Wände sollten gemauert und der Boden gefliest werden.
Bevor ich allerdings zur Schritt für Schritt Anleitung komme, hier vorab schon einmal das fertige Ergebnis:

Tutorial
Für das erhöhte Dungeon-Tile braucht man wieder eine Bodenplatte im gewohnten Raster – also 9x9x2 cm. Darauf wird mittig ein kleinerer Hartschaumblock (7x7x4 cm) als Füllmaterial geklebt.
Drumherum kommen die einzelnen Ziegel (2x1x1 cm), und obendrauf schließlich die Fliesen (3x3x0,5 cm).



Kleiner Tipp: Ziegel und Fliesen zusammen mit ein paar spitzen Steinen in einen verschließbaren Plastikbehälter geben und kräftig schütteln – so bekommt man schnell und einfach schön strukturierte Oberflächen.
Um auf die höhere Ebene zu gelangen, braucht es natürlich auch Treppen. Diese sind ganz einfach zu bauen: Ich habe einen Hartschaumblock (9x9x2 cm, ein übriges Tile) mit dem Heißdrahtschneider in 9x9x0,5 cm dicke Streifen geschnitten. Diese wurden dann wie folgt weiter zugeschnitten (jeweils in einer Breite von 9 cm):
- 1 und 8 cm
- 2 und 7 cm
- 3 und 6 cm
- 4 und 5 cm
So erhält man sehr materialsparend eine Treppe.

Nachdem die Prototypen für Plateau und Treppe ganz gut geworden sind, ging es an die „Massenproduktion“:

Insgesamt sind 8 Plateaus und 4 Treppen entstanden. Hier seht ihr eine kleine Stellprobe:

Für die Bemalung habe ich mein gewohntes Farbschema verwendet:



Dir Grundierung erfolgt zunächst mit schwarzer Farbe. Ich mische der Grundierung immer noch etwas Leim hinzu, um die Oberfläche zu versiegeln und etwas stabiler zu machen. Nach dem Trocknen wird das Dungentile mit einem Schiefergrau bemalt. Ist auch diese Farbschicht getrocknet, folgt dann ein schwarzer Wash, hergestellt nach der Anleitung von TWS. Im Anschluss wird mit einem helleren Grau trockengebürstet. Je nach Geschmack kann man das Ganze natürlich auch nochmal mit einem reinen Weiß erneut (leicht) bürsten und somit weitere Akzente setzen.
Und das war auch schon das ganze Hexenwerk !
Als nächstes möchte ich, inspiriert von den Draugrgräbern aus Skyrim und dem offiziellen Gelände von Modiphius, noch ein paar neue Wände für den Dungeon bauen.
Was ist euch in einem Tabletop-Dungeon besonders wichtig? Was darf eurer Meinung nach auf keinen Fall fehlen?
Schreibt mir eure Meinung gerne in die Kommentare!
Frostige Grüße aus Felstad
Chris
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