Sei gegrüßt Reisender,

endlich war es so weit, die zweite Editon von Frostgrave ist erschienen. Da ich diese (zusammen mit dem neuen Knights-Platikbausatz) bereits vor geraumer Zeit direkt bei Northstar vorbestellt hatte, trudelte Ende August auch ein kleines Paket aus England bei mir ein. Leider war ich in den letzten Tage recht viel unterwegs und konnte daher erst jetzt einen intensiveren Blick hineinwerfen.

Hardfacts

Die zweite Edition von Frostgrave gibt es sowohl als Hardcover, als auch als E-Book. Mit 222 Seiten Umfang hat sie damit knapp 100 Seiten mehr als die erste Edition. Das durchweg in Farbe gestaltete Buch enthält wieder viele Artwoks und Bilder von (nachgestellten) Spielszenen, welche sehr viel Inspiration bieten.

Am Spielprinzip hat sich (zum Glück) wenig geändert, weshalb sich Veteranender eisigen Stadt sehr schnell zurecht finden werden. Es Kämpfen nach wie vor von Magiern geführte Banden, in den Ruinen von Felstad um Schätze. Da sich Spielmechanisch die erste Edition von der zweiten Edition nur wenig unterscheidet, hat dieser Artikel nach wie vor Gültigkeit.

In den insgesamt 6 Kapiteln werden alle wichtigen Spielelemente abgehandelt: das Erstellen von Magiern und Banden, die grundsätzlichen Spielmechaniken, Kampagnenregeln, Szenarien usw. Im Anhang des Regelwerks findet man Schnellreferenzen, Alle Zaubersprüche nach Magierklasse sortiert, sowie den Magier- und Kriegerbogen.

Was ist neu?

Bei einem Editionswechsel ist wohl genau das immer die spannendste Frage. Daher nachfolgend eine kurze Übersicht, über die wichtigsten Änderungen:

  • Krieger sind nun in Standard uns Spezialisten unterteilt. Jede Bande darf nur maximal 4 Spezialisten enthalten. Damit soll verhindert werden, dass eine Bande Beispielsweise nur aus Schatzjägern besteht und sorgt für eine organischere Bandenzusammenstellung.
  • Diebe und Schläger sind nun kostenlos. Dadurchkann man während einer Kampagne auch eine harte Niederlage besser wegstecken und seine Bande problemlos wieder auf „Sollstärke“ vervollständigen. Im Gegenzug wurden alle anderen Krieger teurer.
  • Der Lehrling wurde leicht verbessert-
  • Man startet eine Kampagne nur noch mit 400 Gold, dafür kostet der Lehrling nur noch100 Gold.
  • Einige Zaubersprüche wurden angepasst (z.B. der Elementarpfeil wurde abgeschwächt) sowie zum Teil gänzlich ausgetauscht. So musste zum Beispiel Reveal Death (Enthüllung des Todes) dem Spruch Animate Skull weichen.
  • Die Vergabe der Erfahrungspunkte sowie der Spielfeldaufbau eines Standardspiels wurde aus „Maze of Malcor“ übernommen.
  • Die Liste der Zaubertränke wurde aus dem Frostgrave Folianten, genauer gesagt aus der Dark Alchemy Minikampagne, übernommen.
  • Alle bisher erschienenen Erweiterungen sind glücklicherweise nach wie vor gültig. Was angepasst werden muss, wird in einem separaten Kapitel aufgeführt.
  • 10 neue, zusätzliche Szenarien, d.h. insgesamt 20 Szenarien

Fazit

So ein Editionswechsel ist natürlich immer so eine Sache. Es gab in der Vergangenheit genügend Systeme, welche durch einen Editionswechsel gehörig Schiffbruch erlitten haben. Egal ob die Regeln verschlimmbessert wurden, alle erschienenen Erweiterungen nicht mehr gültig waren oder die neue Edition anderweitig für Frust sorgte.

McCullough hat bei Frostgrave hingegen alles richtig gemacht. Er hat es geschafft, dass Frostgrave sich nach wie vor nach Frostgrave anfühlt. Trotzdem wurden einige kleine, aber dennoch weitreichende Änderungen eingeführt. Besonders die Änderungen bezüglich der Krieger (sowohl kostenlose Schläger/Diebe als auch die Unterteilung in Standard/Spezialist) kann ich nur begrüßen.

Manche der Neuerungen waren aber auch schon aus den vorangegangenen Erweiterungen bekannt, weshalb manches auch nicht wirklich „neu“ ist.

Zusammenfassend kann ich aber trotzdem nur sagen: der Editionswechsel ist sehr gelungen. Egal ob Veteran oder Neueinsteiger. Es lohnt sich in meinen Augen auf jeden Fall.

Wie steht Ihr dem Editionswechsel gegebüber bze. was sind eure Gedanke dazu?

Frostige Grüße aus Felstad

Chris